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Ständige Konferenz Heimatpflege in Thüringen

Wie kann, wie muss ein zukunftsfähiges Thüringen aussehen, das Tradition und Innovation gleichermaßen verpflichtet ist? Wie können wir unsere einmaligen Natur- und Kulturlandschaften sowohl in den kulturellen Zentren als auch in strukturschwachen ländlichen Räumen erhalten? Welche Rolle können dabei zivilgesellschaftliche Organisationen spielen? Auf diese Fragen gibt es keine einfachen Antworten. Klar ist jedoch, dass eine zukunftsfähige Entwicklung nur gemeinschaftlich, vernetzend und Ressort übergreifend denkbar ist. Diese Erkenntnis war Ausgangspunkt der Gründung einer »Ständigen Konferenz Heimatpflege«, zu der sich auf Initiative und unter Federführung des Heimatbundes Thüringen Vereine, Verbände und Akteure aus den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Kultur-, Denkmal- und Traditionspflege, Regionalentwicklung und Bildung zusammen gefunden haben. Dort, wo es sinnvoll und möglich ist, sollen dadurch die Kommunikation und gegenseitige Information intensiviert, gemeinsame inhaltliche Positionen entwickelt, Interessen besser vertreten sowie gemeinsame Veranstaltungen und Projekte vorbereitet werden. Unsere Einladung zur Gründungsveranstaltung am 30. November 2010 ist auf außerordentlich großes Interesse gestoßen – 35 Interessierte aus allen Thüringer Regionen waren anwesend; weitere 10 waren terminlich verhindert, haben jedoch ihr grundsätzliches Interesse an einer Zusammenarbeit zum Ausdruck gebracht. Die Diskussion zu den organisatorischen und inhaltlichen Details der Umsetzung ergab folgende Schwerpunkte:

1. Die Entwicklung des ländlichen Raumes in seiner ganzen Bandbreite von wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und kulturellen Faktoren ist für die meisten der teilnehmenden Verbände ein wichtiges Thema und insgesamt eine große Herausforderung für die kommenden Jahre. Mit der Anfang der Jahres gegründeten Akademie für den Ländlichen Raum sowie des in Gründung befindlichen NGO-Netzwerkes LandNetz Thüringen gibt es hier zudem neue Akteure, an deren Entwicklung der Heimatbund wesentlich beteiligt ist.

2. Das Thema »Natur – Kultur – Landschaft« bzw. der kulturelle Zugang zu Natur- und Umweltschutz gehört ebenfalls zu den Themen, die zahlreiche Verbände beschäftigen.

Was ist seit der Gründungsveranstaltung passiert, und was steht demnächst an? Neben viel Kommunikations- und Abstimmungsarbeit sind insbesondere folgende Aktivitäten zu nennen:

· Am 15.3. hat sich unter Mitwirkung des Heimatbundes beim TMBWK die Arbeitsgruppe »Kulturelle Vielfalt und Kulturlandschaft« konstituiert, die am Kulturkonzept des Freistaates Thüringen mitwirken wird. Am 1.7.2011 soll der Entwurf des Kulturkonzeptes auf einer Tagung in Sondershausen vorgestellt werden.

· Am 5. April haben wir für interessierte Partner ein Seminar zu EU-Förderprogrammen durchgeführt. Vorgestellt wurden u.a. die EU-Programme KULTUR, Jugend und Lebenslanges Lernen sowie Fördermöglichkeiten der Kulturstiftung des Bundes, der Thüringer Ehrenamtsstiftung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

· Im April 2011 hat sich erstmals eine Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der kommenden Förderperiode 2014–2020 der EU-Strukturfonds getroffen, die in den nächsten Monaten gemeinsame Positionen zur Umsetzung des EFRE, ESF und ELER in Thüringen erarbeiten wird.

· Am 23. Juni hat eine gemeinsam mit der LEADER-Vernetzungsstelle organisierte Tagung in Rudolstadt »Kulturelle Angebote und Kulturinitiativen im ländlichen Raum« diskutiert. Mehr dazu im Programm (als PDF)

· Der Themenbereich Natur und Kulturlandschaft wurde auf einer Tagung zur »Eigenart der Landschaft« gemeinsam mit der TLUG Jena und der Thüringer Architektenkammer am 21. September 2011 vertieft.

· Die Thematik einer nachhaltigen Regionalentwicklung konkret am Beispiel des Schwarzatals stand im Mittelpunkt unserer Reihe »Zukunftslandschaften« am 7. und 8. Oktober 2011 in Schwarzburg.

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